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Die seismischen Crosshole-Messungen dienen zur dynamischen Bodenuntersuchungen bis ca. 100...150 m Tiefe. Dabei werden Scherwellen zwischen bestehenden Bohrungen angeregt und ausgewertet.
Bei den Crosshole-Messungen erfolgt die Anregung des Messsignals i.a. durch eine schlag- oder stossartige Erschütterung im Bohrloch, z.B. mittels einer Sparker-Scherwellenschallquelle bei der vorrangig Scherwellen erzeugt werden. In einer zweiten Bohrung wird ein Bohrlochgeophon auf gleicher Tiefenlage installiert und pneumatisch an die Bohrlochwand angekoppelt. So können Scherwellen, die sich im reinen Wasser nicht ausbreiten, registriert werden. Die parallele Anordnung von Schallquelle und Geophon wird schrittweise im Bohrloch bewegt, so dass der Raum zwischen den Bohrungen quasi gescannt wird.
Die Messungen können sowohl im grundwasser- erfüllten Bereich der Bohrungen als auch oberhalb des Grundwasserspiegels erfolgen. Für die Crosshole-Messungen ist ein verrohrter Bohrlochausbau von mindestens 3 Zoll vorzusehen (bis 6” anwendbar). Der Ausbau sollte mittels PVC Tübingen erfolgen, wobei eine ausreichende Hinterfüllung vorzusehen ist. Typische Bohrlochabstände liegen zwischen 5 und 20 m. Der vertikale Meßabstand beträgt üblicherweise 1 bis 2 m.
Crosshole-Messungen werden meist zur Vorerkundung von Bauprojekten benutzt bei denen dynamische Lasten auf die Gründung berücksichtigt werden müssen (Maschinen, Erdbeben).
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